rabat-joie: momentaufnahmen

Werbung

Gratis bloggen bei
myblog.de

--------------------------------------------------------

ich möchte das nicht mehr sehen müssen. ich will es einfach nicht mehr. merke, wie ich mauer. mich verstecke hinter schule, hinter arbeit, ... nach außenhin scheint es zu kalppen, aber was ist mit dem inneren? ich fühl mich schuldig, weil mauer. weil ich mich verstecke. wie oft hat sie auf mich aufgepasst, mit mir die hausaufgaben gemacht? und was tue ich jetzt? mauern, verstecken. kann nicht mehr. ich freue mich ja, wenn sie bei uns ist. merke aber auch, dass meine mutti genervt ist. also versuche ich zu schlichten und schaffe sie hoch. dann muss ich das sehen: sie wirkt gefasst. plötzlich weint sie. weint bitterlich, fängt sich wieder, nur um wieder in tränen auszubrechen. was soll ich tun? "wäre gut, wenn du mal ab und zu bei ihr vorbeischauen könntest" - "ja, klar" wie kann ich diese schuld tragen?
es ist wie immer. ich versuche beschwichtigend zu wirken. zwischen basti und papa. zwischen papa und mama. zwischen mama und oma. versuch doch schon mein bestes. doch es reicht schon die kleinste falsche bewegung/bemerkung und alles stürzt wie ein kartenhaus in sich zusammen. dann wird es wieder laut. alle schreien. und ich sitze da. schaue von einem zum anderen. schaue in meinen teebecher. und weine stumme tränen, die keiner sehen kann. aufzustehen wage ich dabei nicht, da der lärm aus der küche in meinem zimmer noch viel bedrohlicher wirkt und ich sowieso nicht schlafen kann. immer dann kommt es wieder. und es ist so stark ... - aber schlichten kann ich auch nicht. manchmal lasse ich ein: "bleibt doch mal ganz ruhig ... ihr habt feierabend.", fallen - was selbst in meinen eigenen ohren arrogant klingt. ich bin ja selber nicht ruhig. manchmal schreie ich mit. meist, weil basti sich in dinge zwischen unseren eltern reinhängt und meint, alle von seiner lebensweisheit kosten lassen zu müssen. für ihn ist es einfach. heim ist heim. doch ich gebe meinen eltern recht. es ist eben nicht alles so einfach, wie man es gerne hätte. trotzdem habe ich angst. was soll ich tun, wenn meine eltern einmal alt sind? wenn sie krank sind? cih werde wahrscheinlich nicht in der nähe sein können. vielleicht nich einmal nah genug. vielleicht ntscheidet dann basti für unsere eltern und dann kann ich mich nicht beschweren, denn ich bin ja nicht da gewesen. sich da einzumischen, brächte ja eh nur weitere unruhe hinein. das ist nicht gut. aber, was soll ich denn tun? kann ja schlecht mein leben nach ihnen allein ausrichten. ich arbeite doch auch hart, damit sie sich um mich keinen sorgen machen brauchen. das sie beruhigt sagen können, dass es bei mir seinen gang gehe. aber ich kann doch nicht hier belieben, bloß weil ich angst habe. oder? sie sagen ja selbst, dass man es von niemanden erwarten könne, seine eltern im alter zu pflegen. trotzdem tun sie es selbstlos. und trotzdem erwarte ich es von mir. so soll das doch laufen: erst nimmt man und dann gibt man zurück. that's the deal. habe angst mich später davor zu drücken. so wie ich mich jetzt drücke. genau so, wie ich mich bis jetzt vor jeder beerdigung meiner großeltern gedrückt habe. feigling. was denken sie eigentlich, wie es sein wird im alter? bei uns wird nie darüber gesprochen. tabuthema. und ich traue mich nicht, es anzusprechen. basti blockt ja eh bei diesem thema ab. genau wie jörg und katrin. normal? bin ich der einzige, der sich darum gedanken macht? der dabei schuldgefühle hat? ich würde ihnen ja gern, das zurückgeben, was sie mir all die jahre gegeben haben, aber ob ich es kann?
letztens habe ich nach bilingualen schulen/kindergärten geguckt. soetwas sollte man doch in meinem alter tun (vielleicht auch später) da war ich glücklich. meine zukunft mit meiner frau zu planen macht mich glücklich. andere planen nur das nächste wochenende. den heutigen abend. "wo gehen wir heute feiern/saufen?" arschlöcher. ihr seid jung - tassen hoch! scheißtypen.
verwandlung. gutes buch. und so realitätsnah. scheiße, wenn man so seine aufgaben lösen muss. ich habe es schon immer gehasst, wenn mir etwas in den schoß gefallen ist.

ich habe angst, allein zu sein. ich brauche wärme.

14.10.07 18:41

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


ich (15.10.07 02:29)
heeeeyyy,
ich bin bald wieder da! dann hoffe ich, dir wenigstens etwas warme und geborgenheit, vllt auch etwas vergessen und entspannung geben zu konnen.
ich wurde gerne sagen, dass alles gut wird, aber leider kann ich das nicht wissen.
du bist ein grosartiger mensch und du wirst dich um alle kummern, die deine hilfe benotigen. du bist so selbstlos!
ich liebe dich. bitte, halte durch, bis ich wieder da bin, zusammen stehen wir doch alles durch! ALLES!
und hau dem basti mal eins aufs maul ja?

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen