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vielleicht

ok, ich tue es schon wieder, obwohl ich weiß, wie es beim letzten mal geendet hat. vielleicht ist das naiv, vielleicht ist das aber auch einfach nur bescheuert. warum tue ich es? je ne sais pas.

 

vielleicht ist dies eines von den dingen, die mir gegenüber mal als "skills" bezeichnet wurden. wenn es so ist, dann ... es ist doch auf jeden Fall besser, wenn ich schreibe! ich will dies schließlich einmal - wenn alles so klappt, wie man sich das vorgestellt hat - schreiben zu meinem beruf machen. (vielleicht sollte ich dann besser mal auf die groß- und kleinschreibung im deutschen achten, aber egal - das ist jetzt nicht so wichtig) habe vorhin eine mail an eine zeitung, für die ich arbeiten möchte, geschrieben (da habe ich die groß- und kleinschreibung beachtet! hätte ja sonst sicherlich einen schlechten eindruck gemacht ... bin doch kein fotograf

 

eigentlich ist es doch ganz simpel: mir geht es zur zeit ausgesprochen gut. ich habe seit über einem jahr eine feste freundin, die ich sogar meine frau nennen darf. sie hat mich schon überaus stark verändert, das heißt sie und all die anderen umstände, die sich in letzter zeit (innerhalb der letzten zwei jahre) geändert haben. aber vor allem sie. sie unterstützt mich bei dem, was ich für wichtig erachte, kritisiert mich konstruktiv und gibt mir kraft, wärme, geborgenheit - einfach LIEBE!
ich bin relativ gut in der schule. oberes, bis mittleres mittelfeld (wobei eher zu ersterem tendierend). davon träumen manche, auch wenn ich dies zur zeit nur mit sehr viel lernhilfe schaffe ... es war ein ziemlich anstrengendes jahr und ich bin wirklich froh, wenn es dann endlich vorbei ist - ich kann wirklich nicht mehr.

 

und je erschöpfter ich bin, desto mehr nimmt die angst in mir zu, in alte gewohnheiten - eigentlich kann man dies so gar nicht bezeichnen - zu verfallen. ich will stark sein. für sie. aber auch für mich, denn ich lege, vielleicht noch mehr seit ich sie kenne, wert auf äußere wie innere korrektheit. das heißt, ich achte darauf, dass ich stets ordentlich rasiert bin, versuche mich im rahmen meiner kapazitäten ordentlich zu kleiden - ich bin vielleicht der einzige in meinem alter, der freiwillig einen anzug trägt. ich versuche leistung zu bringen, wo sie von mir verlangt wird: in der schule, bei der sz, zu hause. wobei bei letzteren beiden meine gegenüber sehr kulant sind. es ist irgendwie wie bei thomas mann:

 

"thomas buddenbrooks dasein war kein anderes mehr als das eines schauspielers, eines solchen aber, dessen ganzes leben bis auf die geringste und alltäglichste kleinigkeit zu einer einzigen produktion geworden ist, die mit ausnahme einiger weniger und kurzer stunden des alleinseins und der abspannung beständig alle kräfte in anspruch nimmt und verzehrt."

 

doch vielleicht ist es besser. ich agiere sozusagen präventiv - wie der amerikanische präsident, obwohl man sich hierbei - wie in allen anderen dingen auch - sicher nicht auf ihn berufen sollte.

 

"und mir? mir geht es gut." - war das nicht der letzte satz von stevensons schatzinsel?

25.6.07 19:53, kommentieren

la nausée

 es steht hinter mir, wie ein schatten. begleitet mich ständig, meist ohne von mir wahr genommen zu werden. doch es braucht nie viel, dass es sich wieder mit ganzer macht in mein bewusstsein drängt. eine frage. ein bild in meinem kopf. ganz gleich -  schon ist es wieder da, beugt sich ein wenig nach links und blickt mich mit einem abschätzenden blick an: na, wie wirst du jetzt reagieren? brichst du jetzt schon zusammen? wie blauer dunst hängt es in der luft, blickt mich immer noch bestrafend und zugleich provozierend an und ich stehe da, wie ein dummer schuljunge vor dem dorfschullehrer zu zeiten, als mein großvater noch in die schule ging.

halte ich durch? ja. noch besteht keine gefahr, denke ich, aber es ist trotzdem im weg und wird es immer bleiben, solange es da ist.

 "some of these days you’ll miss me, honey" - do you think so? i'm not. i won't miss you, anyway!! 

26.6.07 16:46, kommentieren

es ist kalt ...

habe gerade zwei, nein nur etwas über eine stunde geschlafen, was allerdings nicht viel genützt, ja sogar das gegenteil von dem erwarteten gebracht hat: ich bin noch müder. irgendwie scheint heute der perfekte tag dafür, müde zu sein. nach dem frühstück habe ich mich noch eine viertelstunde hingelegt, bei beiden busfahrten habe ich geschlafen und dann vorhin ... ich weiß nicht, was los ist: flucht vor der realität? wie gerne hätte ich geschrieben: "mittwoch: nicht. existiert."

 

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heute haben wie vlad verabschiedet, morgen nur noch einmal die letzten lieben grüße und dann ist er wieder in rumänien und ganz weit weg. vielleicht ist das verhältnis, das ich jetzt zu ihm habe, nur äußerliche freundschaft oder wertschätzung, aber hätte das nicht ein bisschen eher sein können? wir hatten doch immer donnerstag freistunden zusammen ... aber wieder stand mir das empfinden nichts besonderes sagen  zu können - was für mich schon zu den alltäglichkeiten gehört und gar nicht mehr so schlimm ist, da ich schon schlimmeres kennenlernen musste - im weg und ließ mich schweigen. warum sagen leute, dass sie ihn besuchen werden? ist es bequem? ich habe es auch nicht gesagt. vielleicht, weil ich nicht weiß, ob er es überhaupt möchte, aber vor allem, weil ich es ihn wirklich nicht versprechen kann. bei peter stand mal auf dem hausaufgabenheft: "einfach mal die fresse halten ..." - wäre vielleicht manchmal von vorteil.

auch andere momente stören. vielleicht, weil ich zu sensibel bin und das alles viel zu wichtig nehme. anspruch und leistung ... immer im widerstreit miteinander - mutellement (keine ahnung, ob richtig geschrieben), hieß das glaub ich; dieses untereinander: ich wusste es. ich bekomme viel zu noft erklärt, dass wir zu wenig haben - obwohl es hinten und vorne immernoch reicht und ich stets der meinung bin, dass man es schließlich bei weitem schlechter treffen kann als wir - da brauch ich das jetzt nicht noch mehr ... es ist anstrengend, da nicht zu resignieren.

kapitulieren meint nicht: einfach den kopf in den sand zu stecken und zu sagen: "damit will ich jetzt nix zu tun haben" - kapitulieren muss man mit stil !! man muss als tragisch gescheiterter kämpfer, als opfer und als märtyrer da stehen, wenn man kapituliert. man muss die kleinsten kratzer als die heroischste leistung darstellen. man muss stolz auf seine eigene kapitulation sein und sie als ein berauschendes fest feiern und ehren.

27.6.07 19:41, kommentieren

je suis malade ...

fertig. müsste jetzt noch meine buchvorstellung machen, aber die kann ich ja auch noch in chemie machen ... vortrag ist fertig - sie wird das schon machen - habe sogar zwei versionen für ihr arbeitsblatt.

konnte gestern wieder einmal schlecht einschlafen. zukunftsängste und das mit 18. ist das normal? haben die anderen auch solchen gefühle und phobien? aber wen kümmert das auch, was die anderen haben und was nicht - das zählt nicht! zum glück habe ich meine frau, die zu mir hält, sie unterstützt mich jederzeit und hilft mir, wo immer sie kann. danke.

vielleicht wird das mit dem einschlafen heute besser. war ja schließlich ein langer tag und mit dem ständigen aufwachen in der nacht habe ich mich je schon längst arrangiert. manchmal ist es sogar recht schön, weil man da unterschiedlichste träume haben kann ... klarträume müsste man haben ... teilweise habe ich diese ja auch, aber es ist meist sehr kurz und wenn ich es dann schaffe, das zu tun, was ich tun will, wache ich auf. schade. aber ich glaub, dass ich mal gelesen habe, dass man das trainieren kann ... eventuell ist es aber wohl doch besser, wenn ich das nicht erlerne ... realitätsflucht ist auch keine lösung.

musste heute mit dieser schrecklichen person zusammen arbeiten ... und dann dieser typ dazu ... nichts gegen eine ausgeprägte libido, aber wie er diese person angesehen hat. das man sich so etwas als mädchen gefallen lässt, aber ich hab da ja eh meine ganz eigene meinung ... selbst s. war beim letzten mal froh, dass die wieder abgehauen sind und wenn sie etwas in diese richtung sagt, dann hat das sicherlich viel zu bedeuten.

dann ist auch noch vlad gegangen ... ist schon ein seltsames gefühl, wenn man ehrlich ist. war heute während meiner planmäßigen freistunden ganz allein im speisesaal, sonst saß er mir gegenüber. wir haben nie viel miteinander gesprochen, was ich völlig in ordnung fand, aber es bestand die möglichkeit zu reden. möglichkeiten sind eh das größte im leben: die möglichkeit aufs gymnasium zu gehen, die möglichkeit zu studieren, die möglichkeit ein jahr in einem fremden land zu verbringen, ...

the oportunity to fell in love with a girl

"es ist nicht schön allein zu sein, zum beispiel hier im [speiseraum]"  (dirk von lowtzow)

28.6.07 17:13, kommentieren

tischtennis

so was aber auch, da will man sich einmal in seinem leben freiwillig sprotlich betätigen und dann wird es einem verwehrt - frechheit. da fällt mir gleich der für mich schon legendäre satz meines sportlehrers ein: "Du zeigst ja einsatzbereitschaft, wenn du da bist ,..." - große fragezeichen meinerseits, "aber du bist so selten da". das sind so meine kicks.

ok, was steht an? wochenende. das illusorischste Wort, das ich kenne. was bedeutet denn wochenende? dieses mal bedeutet es:

  1. lernen für die mathearbeit am montag
  2. aufsatz schreiben für meine freundin
  3. hausaufgaben in geschichte machen
  4. für deutscharbeit am mittwoch lernen
  5. und ganz nebenbei auch noch ein paar artikel für die sz schreiben

- das bedeutet wochenende! das einzig gute daran ist, dass man sich seine zeit selbst einteilen kann und nicht vorgeschrieben bekommt, wann man was wie zu tun und was wann wieso zu lassen hat.

aber das ist ja auch bald vorbei - nur noch bis mittwoch muss ich durchhalten, dann zwei tage nichts tun und dann kursfahrt ...

ich habe ein bisschen angst davor, weiß auch nicht wieso. vielleicht, weil ich allem angst habe oder es mir zumindest einbilde ...

29.6.07 22:38, kommentieren